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Im Rahmen des 25. Jubiläums der Städtepartnerschaft Frankfurt-Krakau findet vom 29.11.2016 bis zum 29.01.2017 im Ikonen-Museum in Frankfurt am Main (Brückenstr. 3) eine Ausstellung der Krakauer Krippen statt, die durch das Historische Museum der Stadt Krakau vorbereitet wurde.

Während der kostenlosen Führung durch die Ausstellung konnten 12 Kinder der Polnischen Folkloregruppe POLONEZ aus Darmstadt und ihre Eltern die Einzigartigkeit der Bauwerke, die ein besonderes Element der Krakauer Folklore sind, bewundern. Die Ausstellungsbesichtigung war zugleich die nächste Etappe unserer intensiven Vorbereitungen auf das Wiedersehen mit dem Tanz- und Gesangensemble „KRAKOWIACY“ und die gemeinsamen Auftritte mit Weihnachtsliederkonzerten in Offenbach 29.01.17, 11:30 Uhr, Berliner Str. 275) und in Darmstadt (29.01.17, 15:00 Uhr, Klappacher Str. 46) sowie das Konzert anlässlich 25-Jahre Städtepartnerschaft Frankfurt-Krakau in Frankfurt am Main (28.01.17 12:00, Saalbau Südbahnhof Frankfurt).

Die Krakauer Wichnachtskrippen unterscheiden sich deutlich von den herkömmlichen Weihnachtskrippen. Es sind hohe Konstruktionen mit Türmen, die an den höheren der beiden Türme der Marienkirche aus Krakau erinnern, und sonst in ihren Bauelementen die berühmten architektonischen Denkmäler der Stadt Krakau nachbilden. Die Krippen werden aus Pappe oder Holz angefertigt und sind mit buntem, glitzerndem Papier reichlich ausgeschmückt. Oft enthalten sie bewegliche Elemente sowie Spielwerke und werden bunt beleuchtet. Die Krakauer Krippen erinnern an die Geburt Jesu durch die Figuren der Heiligen Familie, der Drei Könige sowie Hirten und Tiere; zusätzlich präsentieren sie Szenen mit historischen Persönlichkeiten oder Gestalten aus bekannten Sagen, wie der Wawel-Drache oder Pan Twardowski, Lajkonik). Es kommen auch Figuren in Volkstrachten (Krakauer oder Goralen) vor. Einige Motive - wie die polnische Flagge oder der Staats- und Stadtwappen werden dafür immer verwendet.

Die Krippen haben traditionell die Maurer gebaut, die in den Vororten Krakaus lebten und im Winter wetterbedingt nach anderen Verdienstmöglichkeiten suchten. So fertigten sie zwei Arten von Krippen an: Kleine Krippen als Andenken und für den Verkauf gedacht sowie große, manchmal auch 3 Meter hohe Werke, die für das traditionelle Krippenspiel verwendet wurden. Die Krippenbautradition wird durch das Historische Museum der Stadt Krakau aufrechterhalten, indem es jedes Jahr am ersten Dezemberdonnerstag einen Krippenwettbewerb organisiert, bei dem sowohl Werke von Fachleuten (Architekten und Künstlern) sowie von Amateuren angefertigt und auf dem Hauptplatz in Krakau ausgestellt werden.







 





 

 
Polnische Folkloregruppe POLONEZ e.V. Darmstadt